Was ist Tierschutz? In der Praxis ist sogenannter Tierschutz ein Oxymoron, da er nicht die Tiere schützt, sondern nur die Tierausbeuter vor ihrem schlechten Gewissen. Das Ziel des Tierschutzes ist die Reformierung der Tierausbeutung, um sie zu erhalten (zu anderen Behauptungen siehe FAQ: Kann die Abschaffung als Endziel nicht auch schrittweise über Tierschutzgesetze erreicht werden?). Das bedeutet, daß er nicht die Abschaffung der Gefangenhaltung fordert, sondern lediglich "größere Käfige", nicht die Beendigung der Morde, sondern "schonende Schlachtung" usw. Sein Motto ist, "unnötiges Leiden" beseitigen zu wollen, womit gleichzeitig behauptet wird, daß es "notwendiges Leiden" gäbe und dieses gerechtfertigt sei. Tierschutz ist grundsätzlich anthropozentrisch - ob es um "Verrohung" der Menschen durch Gewalt gegen nichtmenschlichte Tiere geht oder um das menschliche Bedürfnis der Tierschutzorganisationen nach Spendengeldern. Mit den "Erfolgen" des Tierschutzes wird Tierausbeutung legitimiert und der Konsum von Tierprodukten, da sie dann "Tierschutzstandards" entsprechen, gerechtfertigt. Die "Aktionsformen" des Tierschutzes bestehen im wesentlichen aus Spendensammeln und Petitionen, sowie der Konzentration auf Randaspekte und "Kuscheltiere" (Katzen, Hunde und Kleintiere statt Hühner und Schweine), da diese in der Regel keine Opfer der unveganen Spender sind und deren Sympathie genießen. Eine Unterströmung des Tierschutzes ist der Neue Tierschutz. Dieser ist die Reaktion des Tierschutzes auf die Tierrechte. Da die Ziele völlig verschieden sind, hätte es zu Spendenverlusten geführt, wenn hier nicht entgegengesteuert würde. So behauptet der Neue Tierschutz, eigentlich langfristig auf die Abschaffung der Tierausbeutung hinarbeiten zu wollen, wozu jedoch die reformistische Praxis nötig sei. Der Alte Tierschutz bleibt auch offiziell bei der Behauptung, nichtmenschliche Tiere auszubeuten sei grundsätzlich in Ordnung, man solle es lediglich "tierfreundlich" tun. (Maqi.de) Ist es nicht ein Anfang, wenn durch Tierschutzgesetze zumindest für die jetzt lebenden Tiere Verbesserungen erreicht werden? Es ist kein Anfang, da es keine Verbesserungen sind, die erreicht werden, sondern Pseudoverbesserungen, die der Tierausbeutung einen schönen Anstrich geben und sie legitimiert. Es sind grundsätzlich Pyrrhussiege. Bezogen auf das "Legebatterieverbot" gibt es beispielsweise in "Volierenhaltung" mehr Kannibalismus unter den Tieren als in "Käfighaltung", zudem sinkt die "Legeleistung", sodaß für die gleiche Anzahl Hühnereier mehr Tiere sterben. In "Freilandhaltung" gibt es die höchste Todesrate, weil sich hier Krankheiten schneller verbreiten können, sodaß mehr Tiere "verbraucht" werden als in "Käfighaltung". In "Biohaltung" haben die Tiere weniger Platz als in "Freilandhaltung" usw. Als "Verbesserung" wird so etwas nur von Tierschutzorganisationen und Tierausbeutern bezeichnet. Selbst wenn die Gesetze in Einzelfällen wirkliche Verbesserungen erreichen würden, blieben sie kontraproduktiv, da sie die Abschaffung nicht fördern, sondern verzögern (siehe nächster Punkt), und damit das Gesamtleiden durch in Zukunft ausgebeuteten Tiere vergrößern statt verringern. Wenn man wirklich etwas für die jetzt lebenden Tiere verbessern will, muß man Veganismus propagieren, denn dadurch sinkt die Nachfrage an Tierprodukten und damit die Produktion, sodaß durch jeden Veganer mehr bereits jetzt weniger Tiere einsperrt, ausgebeutet und umgebracht werden und zudem ein Bewußtsein für die wesentlichen Aspekte der Problematik geschaffen wird. Kann die Abschaffung als Endziel nicht auch schrittweise über Tierschutzgesetze oder - kampagnen erreicht werden? Nein, denn Tierschutzgesetze oder -kampagnen gehen in die falsche Richtung. Sie schaffen die Tierausbeutung nicht "teilweise" oder "schrittweise" ab, sondern ersetzen eine Form nur durch eine andere. Sie legitimieren darüber hinaus die Tierausbeutung (Tierausbeuter berufen sich auf die Einhaltung des Tierschutzgesetzes, wenn sie mit Vorwürfen konfrontiert werden) und geben den Verbrauchern ein gutes Gewissen und damit einen Vorwand, weiterhin Tierprodukte zu konsumieren, weil es den Tieren aufgrund der Gesetze "gut" oder "besser" gehe, anstatt daß sie vegan werden und damit wirklich aufhören, Tierrechte zu mißachten. Zu beachten ist auch der entscheidende Aspekt, daß die Gesetze von Tierausbeutern, Tierausbeutungsbefürwortern und Unveganern erlassen werden. Es sollte klar sein, daß diese niemals solche Gesetze verabschieden würden, die ihnen und ihren Vorstellungen wirklich entgegenwirken oder gar schaden könnten, sondern nur solche, die durch die Augenwischerei "besserer Bedingungen" einen guten Verkauf der Tierprodukte garantieren. Daß Tierschutz nicht funktioniert, hat die Geschichte ausgiebig bewiesen. Es gibt seit mindestens 130 Jahren eine tierschützerische Bewegung gegen Tierversuche und bis heute wurden sie nicht abgeschafft. In einigen Ländern wurde die Treibjagd verboten und diese Länder sind trotzdem noch genauso weit von einem Gesamtverbot der Jagd entfernt wie zuvor. Die Abschaffung der "Legebatterien" hat dazu geführt, daß die "Käfighaltung" reformiert wurde und einen neuen Namen bekommen hat ("Kleingruppenhaltung"), dafür werden nun mehr Hühnereier aus Legebatterien aus dem Ausland importiert. Auch diese Aufzählung ließe sich endlos fortsetzen. Eine weitere empirische Beobachtung spricht dagegen: die Tierausbeutungsindustrie hat die Tierschutzidee übernommen (sie bietet von sich aus "Sigel" für "artgerechte Haltung" und Ähnliches an). Daß sie kein wirkliches Interesse am Wohlergehen Tiere, insofern sie es nicht als Verkaufsstrategie benutzen kann, geschweige denn an wirklichen Tierrechten hat, sollte offensichtlich sein. Wird die Abschaffung der Tierausbeutung nicht letztlich ohnehin schrittweise erfolgen? Ja, aber das liegt daran, daß mit der wachsenden Anzahl der Veganer die Nachfrage an Tierprodukten sinkt, sodaß Tierausbeuter ihre Produktion "schrittweise" auf vermeintlich akzeptiertere Ausbeutungsformen umstellen, sowie daß "schrittweise" immer mehr Tierausbeutungsbetriebe aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden. Das bedeutet nicht, daß die Forderung nach totaler Abschaffung weniger notwendig wäre oder beabsichtigt schrittweise Abschaffung deshalb funktionieren würde bzw. auch nur weniger kontraproduktiv wäre. Da die Tierausbeuter, wie gesagt, als Zwischenschritt ihre Produktion auf vermeintlich weniger tierquälende Ausbeutungsformen (wie von "Käfighaltung" auf sogenannte "Alternativhaltungen") umstellen werden, verhält es sich insgesamt so, daß Abolitionismus teilweise selbst über die vom Reformismus so stark geforderten "Verbesserungen" führt, dabei aber die extrem kontraproduktiven Nebeneffekte, wie die Gewissensberuhigung der Konsumenten, nicht fördert. Wenn klar ist, daß die Abschaffung nicht von heute auf morgen erfolgt, muß man dann nicht in einem konkreten Bereich anfangen? Die Frage verwechselt Wirkung und Ursache. Genauer gesagt den Ablauf eines Paradigmenwandels (keine Tierrechte hin zu Tierrechten), der schrittweise erfolgen wird, mit der der Frage nach der richtigen Strategie. Daß bestimmte Tierarten eher gewisse Rechte bekommen als andere (z.B. höher entwickelte Tiere eher als niedriger entwickelte) und daß bestimmte Formen der Tierausbeutung eher abgeschafft werden als andere (Tierversuche eher als Hühnerausbeutung im Nahrungsbereich), ist der Ablauf. Es ist nicht schwer zu vermuten, daß Bereiche mit wenig Unterstützung und viel Ablehnung (die Randbereiche wie "Pelz" oder Tierversuche) eher zusammenbrechen werden als die Bereiche mit viel Unterstützung und wenig Ablehnung (wie der Nahrungsmittelbereich). Die Strategie aber muß darin bestehen, daß die gesamte Zeit nicht weniger als die totale Abschaffung gefordert wird, denn dies ist die wirkungsvollste Form, um die Tierausbeuter und Politiker unter Druck zu setzen, sodaß sie von selbst die "Zugeständnisse" (wie Verbot der Tierversuche oder Jagd) machen (siehe auch die vorherige Frage). Es ist hingegen auf lange Sicht kontraproduktiv, wenn man Einzelziele fordert, da dies zum einen die Gesamtentwicklung bremst, man von einer äußeren Position (den Randbereichen) kaum Zugriff auf den harten Kern der Tierausbeutung (Nahrungsbereich) erlangen kann und dieses Vorgehen tendenziell tierschützerisch und speziesistisch ist, womit man nicht zuletzt seine Ausrichtung auf totale Abschaffung unglaubwürdig macht. Um ein Haus abzureißen ist es sehr ineffektiv, es von oben nach unten und Stein für Stein abzutragen, statt das Fundament zu sprengen. D.h. ein Mensch, der die ethische Verwerflichkeit von Tierversuchen, denen er ohnehin kritisch gegenüber stand und die ihn kaum direkt betrafen, begriffen hat, wird nicht automatisch die ethische Verwerflichkeit von Tierprodukten im Nahrungsbereich, die allgemein akzeptiert sind und ihn direkt betreffen, einsehen. Wer hingegen die Notwendigkeit der Abschaffung in den etablierten Bereichen der Tierausbeutung verstanden hat, wird wohl kaum wesentlich leichter zu vermeidende und viel weniger akzeptiere Formen der Tierausbeutung (wie Tierversuche) gutheißen. Ist ein (besseres) Tierschutzgesetz nicht nützlich, um gegen Tierausbeutung klagen zu können? Das funktioniert bereits deshalb nicht, weil sich das Tierschutzgesetz nicht gegen Tierausbeutung richtet, sondern den Eigentumsstatus der Tiere und die Tierausbeutung legitimiert. Mit einem inhärent speziesistischen Gesetz kann man nicht gegen Speziesismus vorgehen. Das Tierschutzgesetz trifft lediglich eine Abwägungen zwischen den Interessen der Tiere und denen der Tierausbeuter. Da die Tierausbeuter die Besitzer und die Tiere die Sklaven sind - im Gesetz wird ihr Eigentumsstatus festgeschrieben -, ist jeder noch so triviale Grund der Tierausbeuter, die Interessen der Tiere zu verletzten, durch dieses Gesetz gedeckt. Das Tierschutzgesetz hilft den Tieren genauso viel, wie die Einführung der Guillotine (um sich dahinziehende Hinrichtungen durch Fehlschläge der Henker zu vermeiden bzw. das Töten schmerzfreier zu gestalten) der Abschaffung der Todesstrafe förderlich war. Selbst wenn man damit gegen eine bestimmte Form der Tierausbeutung vorgehen könnte, geschähe das immer zu dem Preis, daß alle anderen Formen dadurch um so mehr legitimiert würden, da die Argumentation (absichtlich oder unabsichtlich) darauf beruht, die betreffende Form der Tierausbeutung wäre eine "besonders grausame" und alle anderen wären weniger grausam (was schon offensichtlich falsch ist). [mp] Heißt das, daß gesetzliche Veränderungen grundsätzlich wirkungslos seien? Nein, es kann auch (theoretisch) gute Gesetze geben. Ein gutes Gesetz bedeutet, daß es Tierausbeutung in einem Bereich komplett und ausnahmslos abschafft, ohne daß sie in einem anderen Bereich dadurch erleichtert oder durch einen anderen ersetzt würde, und daß es argumentativ auf der Idee der Tierrechte beruht, sodaß Tierausbeutung in einem anderen Bereich dadurch nicht akzeptabler erscheint. Aber Tierschutzorganisationen sagen ... Tierschutzorganisationen sind Spendensammelvereine voller Unveganer. Sie haben kein Interesse, die Tierausbeutung abzuschaffen, da sie dann ihre Geldquelle verlieren würden (sie verdienen also daran, daß es den Tieren schlecht geht). Stattdessen haben ihre Vertreter ein Interesse daran, sich und ihren Mitgliedern ein gutes Gewissen beim Konsum von Tierprodukten zu verschaffen (siehe einige Zitate der Unveganer Apel, Aufhauser und Kessler). Sie stellen Pyrrhussiege als "Erfolge" dar, um ihre Arbeit sinnvoll und erfolgversprechend aussehen zu lassen, damit sie weiterhin Spenden einnehmen. Grundsätzlich ist auffällig (und daran sind sie oft zu erkennen), daß sie sich mit Bereichen der Tierausbeutung beschäftigen, die ihre unveganen Spender nicht betreffen (siehe auch Randaspekte). Oft geht es um Straßenhunde im Ausland, "Rodeo", Wale, "Pelz" usw. Da ein durchschnittlicher Mitteleuropäer dafür in der Regel nicht verantwortlich ist, sind ihre Spender nicht genötigt, sich selbst zu ändern, sondern können sich durch ihre Spenden ein gutes Gewissen gegenüber der durch ihren Unveganismus verursachten Tierausbeutung erkaufen.  Tierrechte und Veganismus Müssen Tierrechtler Veganer sein? Wer sich Tierrechtler nennt und nicht vegan ist (also eklatant die Tierechte verletzt) ist so absurd wie jemand, der sich Menschenrechtler nennt und Gefangene foltert, jemand, der sich Kinderrechtler nennt und pädosexuell ist usw.  Was sind argumentative Nonos? Das sind Argumente bzw. argumentative Strategien, die man vermeiden sollte, weil sie zweifelhaft, irrelevant und/oder kontraproduktiv sind, auch wenn sie in bestimmten Details zutreffen. Dazu gehören u.a. gesundheitliche Aspekte der Ernährung, weil sich Menschen auch halbwegs gesund unvegan ernähren können, vielen Menschen ihre Gesundheit auch mit dem Wissen um die Schäden egal ist (z.B. Rauchern) und weil diese Aspekte viele Bereiche der Tierausbeutung nicht betreffen (Kleidung, "Zoo", "Zirkus"). Das ändert natürlich nichts daran, daß vegane Ernährung in der Regel gesünder ist als unvegane. Ähnliches gilt für Umweltaspekte, weil es auch wenig umweltbelastende Formen der Tierausbeutung geben kann (oder könnte). Auch das ändert nichts daran, daß Unveganismus für einen Großteil der Umweltzerstörung verantwortlich ist. Darüber hinaus betrifft es Argumente wie Geschmack, Hygiene, Natürlichkeit, Religion u.a.m. Stattdessen sollte man grundsätzlich mit ethischen Argumenten auf der Basis der Interessenethik arbeiten und die anderen Aspekte nur zusätzlich oder zur Widerlegung von Rechtfertigungsversuchen benutzen wie dem zusätzlichen Hinweis auf Umweltschäden durch Unveganismus, wenn die betreffende Person besonders umweltschützerisch eingestellt ist und etwa "Lederschuhe" durch die vermeintlich größere Umweltbelastung der Herstellung veganer Schuhe zu rechtfertigen versucht. Was ist mit Spenden? Spenden sind moderner Ablaßhandel. Die Spender geben Geld dafür, daß sie ein gutes Gewissen ihrem Unveganismus gegenüber erhalten, da sie mit ihren Spenden etwas "für die Tiere" tun würden. Um dies zu vermeiden lehnen seriöse Tierrechtsorganisationen Spenden konsequent ab und fordern die potenziellen Spender hingegen dazu auf vegan zu werden. Bekanntermaßen ist das Spendensammeln eine Domäne des antitierrechtlerischen Tierschutzes. [mp] Was ist mit Petitionen? Petitionen, oft Onlinepetitionen, bzw. Unterschriftenlisten sind ähnlich wie Spenden eine Form der Gewissensberuhigung, ohne die Unterschreibenden dazu zu nötigen, ihren eigenen Unveganismus zu ändern. Auch Petitionen sind eine Domäne des Tierschutzes und schaden mehr als sie nützen. Was ist mit Demonstrationen? In der Regel sind sie völlig ineffektiv (welchen Erfolg all die "Anti-Jagd-Demos" hatten, sieht man deutlich). Außerdem sind auch sie eine Domäne des Tierschutzes und daher grundsätzlich skeptisch zu betrachten. Demos von Tierrechtlern zeichnen sich dadurch aus, daß sie sich zum einen nicht gegen einen Randaspekt (siehe nächster Punkt) richten, sondern gegen Unveganismus allgemein, und daß sie zum anderen ausschließlich aus Veganern bestehen (da alles andere heuchlerisch wäre). Was sind Randaspekte? Das sind Bereiche der Tierausbeutung, mit einer vergleichsweise(!) niedrigen Opferzahl, einem hohen Bekanntheitsgrad und häufiger Ablehnung in der Normalbevölkerung (dazu zählen "Wildtiere im Zirkus", "Treibjagd", Tierversuche, Robben"pelz", "Gallenbären", "Singvögel", "Rennpferde", "Stierkampf", "Gänsestopfleber"/"Foie gras" usw.). Diese Bereiche werden oft von Tierschutzorganisationen thematisiert, weil sie dadurch mit der Sympathie der potenziellen Spender rechnen können, ohne daß diese an ihrem eigenen Verhalten etwas ändern müßten. Sehr oft sind die angesprochenen Probleme im Ausland lokalisiert, sodaß die potenziellen Spender, auch wenn sie selbst etwas tun wollten, es nicht könnten (und ihnen nur zu spenden übrigbleibt). Tierrechtler hingegen betonten, daß diese Dinge natürlich elementar gegen Tierrechte verstoßen, sie richten jedoch ihren Fokus nicht darauf, denn es ist ineffektiv und eine Verschwendung von Ressourcen, nicht an der ideologischen und wirtschaftlichen Wurzel der Tierausbeutung anzusetzen und diese liegt nicht in Randaspekten, sondern v.a. im alltäglichen Unveganismus des Nahrungsmittelbereichs (siehe auch diese Gegenüberstellung der Opferzahlen bezogen auf Tierversuche). Was ist mit Analogien? Analogien sind, wenn sie richtig angewendet werden, sehr nützlich um ethische Zusammenhänge zu erklären. Daß nichtmenschliche Tiere nur aufgrund ihrer Spezies, nicht aufgrund ethisch relevanter Merkmale diskriminiert werden, kann beispielsweise mit der Analogie zum Rassismus verdeutlicht werden. Daher ist es kontraproduktiv und absurd, bestimmte Analogien abzulehnen, nur weil sie provozierend sind. Um welche Tiere sollte man sich zuerst kümmern? Tierrechtler "kümmern" sich nicht nur um bestimmte Tiere (und schon gar nicht um eine bestimmte Tierart, das wäre Artenschutz), sondern durch ihre Forderung nach Veganismus helfen sie grundsätzlich allen Tieren gleichzeitig. Ein Mensch, der vom Veganismus überzeugt wurde, wird gleichermaßen Hühner wie Rinder und Schweine wie Bienen usw. nicht mehr diskriminieren. Es ist nicht sinnvoll, bei bestimmten Tierarten anzusetzen, sondern beim Unveganismus der Bevölkerung. Was ist von Einzelzielkampagnen (z.B. gegen ein bestimmtes Tierversuchslabor oder eine bestimmte Mastanlage) zu halten? Zum einen sind sie skeptisch zu beurteilen, da dies oft Ausprägungen des Tierschutzes sind. Und zum anderen setzen sie nicht an der Wurzel des Problems (dem Unveganismus der Bevölkerung) an, sondern konzentrieren sich mit meist schädlichen Argumenten auf einen Randaspekt. Schädlich sind die Argumente, weil mit argumentativen Nonos (wie den Umweltschäden des Betriebes) oder Bewertungen dessen als "besonders grausam", was die Grausamkeit der anderen Tierausbeutungsbetriebe unzutreffend relativiert, gearbeitet wird. Ineffektiv sind diese Kampagnen, weil auf einen geschlossenen Betrieb irgendwo anders ein neuer folgt, solange die Nachfrage an Tierprodukten in der Bevölkerung besteht. Beispiele dafür sind diverse Kampagnen gegen bestimmte "Pelz"farmen (ohne relevanten Erfolg). www.maqi.de